Kategorie: Alle Testberichte

Babylock Desire 3 – meine neue Liebe? :-)

Wie in meinem Beitrag zur Elna Easycover bereits angekündigt, habe ich mich aufgrund von akuten Platzproblemen inzwischen doch für ein Kombigerät entschieden – daher durfte die Babylock Desire 3 bei uns einziehen und meine Overlock und meine Coverlock mussten weichen.

Ich nehme mir nun ausführlich Zeit, die Desire 3 zu testen und werden dann berichten! :-) Ich kann aber schon mal sagen, dass mich der Umbau von Coverlock zu Overlock und umgekehrt weit weniger nervt, als ich vermutet hatte. :-)

Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack zum Greifer einfädeln bei dem guten Stück :-)

Zusatzinfo: Ich habe die Babylock Desire 3 zu einem etwas reduzierten Preis bei der Nähwelt Flach gekauft (ich habe sie nicht geschenkt bekommen!!!) und im Gegenzug für die Reduzierung erlaubt, dass mein Testbericht verlinkt werden darf! Voraussetzung von der Nähwelt Flach und auch meine eigene war, dass ich ehrlich berichte und nichts beschönige! Der Testbericht stellt deshalb ohne Einschränkung meine tatsächliche Meinung zu diesem Gerät dar!

Anleitung Flex- und Flockfolie aufbügeln

  1. Flex- und Flockfolie aufbügeln
    1. Das Bügeleisen auf mittlerer Stufe (ca. 150 Grad) anschalten – Dampf abschalten (!) – und aufheizen lassen
    2. Ein mehrfach gefaltetes Handtuch auf einen hitzebeständigen Untergrund legen (das Bügelbrett ist nicht geeignet!) – ich nehme den Boden oder unseren Holztisch
    3. Die Stelle des Stoffes, die Du beplotten möchtest mit ordentlich Druck platt bügeln.
    4. Das Plotterbild mit der klebrigen Seite nach unten und der glatten Folienseite nach oben (Schriftzüge solltest Du jetzt normal lesen können) auf Deinem Stoff / Nähstück positionieren und mit Backpapier abdecken (das Backpapier dient dem Schutz des Bügeleisens da sich Klebereste der Schneidematte auf der Folie befinden können!).
    5. Das aufgeheizte Bügeleisen 15-20 Sekunden mit starkem Druck auf das Plotterbild drücken (nicht bewegen, sonst verrutscht eventuell Dein Bild).
    6. Das Ganze leicht abkühlen lassen (Flex: umso heller die Farbe, umso kühler abziehen / Flock: ca. 20 Sekunden mit dem Abziehen warten) und dann vorsichtig die Transferfolie abziehen.
        • Achtung besonders bei Flockfolie muss man vorsichtig sein, da die gerne an der Transferfolie kleben bleiben will.
    7. Nochmals Backpapier auf Dein Plotterbild legen und erneut 15-20 Sekunden mit dem heißen Bügeleisen draufdrücken
    8. Mindestens 2 Stunden ruhen lassen!

    FERTIG

    Wenn sich das Motiv lösen sollte, z.B. nach mehreren Wäschen, kann es normalerweise wieder festgebügelt werden, Einfach Backpapier drauflegen und wieder mit Druck bügeln!

Und hier das Ganze nochmal zum Download als pdf: Anleitung Flex- und Flockfolie aufbügeln

Probenäher Mei Tai (Tiger-Tai) gesucht

Mein erstes Ebook – eine Mei Tai in Babygröße (ca. Größe 56 – 80) ist in Arbeit. Bevor dieses irgendwann (hoffentlich bis Herbst dieses Jahr) online gehen kann, brauche ich natürlich Probenäher, die das Schnittmuster auf Herz und Nieren testen und mir Rückmeldung geben, Ihre Ergebnisse online präsentieren (mit Hinweis auf mich natürlich ;-)) und Fotos für das Ebook zur Verfügung stellen.

Nach Zusendung des Ebooks, hat der Probenäher etwa 4 Wochen Zeit zum Nähen… Da ich derzeit durch meine Schwangerschaft etwas gebeutelt bin, kann ich noch kein genaues Datum für den Beginn des Probenähens bekannt geben – voraussichtlich aber bis spätestens Mitte Juli!

Folgende Materialien benötigt man:
ca. 90x 65cmTragtuchstoff (für das Rückenpanel)
2m festen unelastischen Stoff für die Träger und den Hüftgurt (ich nehme gerne Cord oder Jeans)
50cm Stoff nach Wunsch für das Kopfteil und den Nackenverkleinerer
reißfesten Allesnäher aus Polyester
70-90 x 10cm Isomatte für den Hüftgurt
60cm Klettverschluss-Flauschband und 20cm Klettverschluss-Hakenband für den Hüftgurt
4-8 Druckknöpfe zur Befestigung des Kopfteils
Knopflochgummi und Knöpfe oder Bändel und Kordelstopper für die Nackenverkleinerung
2 x 50cm Schaumstoff (ca.2cm Dicke) für die Träger
ca 40cm Gummiband für Kopfteil

P.s.: Drei der Mei Tais (leicht abgeändertes SM) sind schon seit über einem Jahr erfolgreich im Einsatz – erst bei mir und nun bei Freundinnen! ;-)

Bevorzugt werden Probenäher mit eigenem Nähblog!

Ich freue mich auf eure Bewerbungen an feliciadalheimer@gmail.com! :-)

Klimperklein meets Schnabelina = Raglanbody

2016-05-27 12.48.33

Ich liebe unseren neuen Raglanbody

Da ich Stoffreste am liebsten als Raglan verarbeite und wir Kurzarm-Bodies brauchten, habe ich kurzerhand den Schnabelina-Body mit dem Klimperklein Raglanshirt kombiniert – und ich bin begeistert! :-)

Ich habe mich aus Faulheit mal wieder für das einfach Halsbündchen entschieden und das Bündchen mit der Formel Halsausschnitt mal 0,85 berechnet – ansonsten haben wir beim Umziehen nur Gezeter! ;-)

Das Bein-/Pobündchen habe ich als normales geklapptes Bündchen angenäht, nach Gefühl in Innenkurven gedehnt und in Außenkurven gestaucht und danach die Nahtzugabe mit einem Dreifach-Geradestich abgesteppt. Damit der Stich sauber aussieht, muss man ein bissel an der Oberfadenspannung drehen. Bei mir ist die auf 3 meistens perfekt bei dem Stofflagenpaket (doppelt Bündchen mit Ovi-Naht + eine Lage Jersey)

Ich bin ein bisschen traurig, dass ich nun den letzten Fitzel des schönen Jerseys „Happy Day“ von Rebekah Ginda verbraucht habe. :-/ Leider gibt es den nämlich bei Alles für Selbermacher nicht mehr… Falls jemand Tipps hat, wo ich den nochmal bestellen könnte – als her damit! :-)

Elna Easycover Coverlock

Nach einem Jahr eifrigen Nähens mit meiner heißgeliebten Pfaff Ambition 1.0 und meiner etwas weniger geliebten Huskylock s15, ist die Entscheidung gefallen: Eine Coverlock muss her. Zum einen für die professionellen Saumabschlüsse, zum anderen für schöne Ziernäht (besonders bei meinen liebsten Nähprojekten: Raglanpullis) und natürlich wegen der Möglichkeit des einfachen Bandeinfassens.

Nun stellte sich die Frage, welches Modell? Folgende wenige Kriterien galt es für mich Cover-Neuling zu berücksichtigen:

  1. Breiter Durchlass – zum mittigen Covern auf Nähstücken, ohne den Stoff knäulen zu müssen
  2. Möglichst nicht zu teuer – falls ich doch keinen Spaß am Covern hätte, würde ich mich sonst nur ärgern.

Ziemlich schnell rückte dadurch die Elna Easycover ins Blickfeld. Leider fand ich online nur einen Testbericht, aber der hörte sich schon einmal sehr verlockend an! Also fragte ich beim Händler meines Vertrauens, der Nähwelt Flach, an und bekam auch prompt ein gutes Angebot, bei dem ich sofort zugeschlagen habe! Noch am gleichen Tag machte sich dann mein neues Maschinchen auf den Weg zu mir! An sich perfekt für einen Ungeduldsmenschen wie mich – nur leider waren wir genau dieses Wochenende über auf einer Hochzeit im Ausland. WAAAAAH! So schön es dort war, konnte ich es kaum erwarten, wieder nach Hause zu kommen! :-)

Nun aber genug zur Vorgeschichte und hin zum Maschinchen.

Die Elna ist genauso gut, wie alle Geräte, die ich bisher hatte, sicher in  Styropor in eingepackt – also vor allen Rucklern und Stößen beim Transport gut geschützt. Der breite Durchlass sticht einem direkt positiv ins Auge, wenn man bereits andere Coverlocks gesehen hat (warum macht das nicht jeder Hersteller?). Die Verarbeitung ist super, mir ist zumindest nichts negativ aufgefallen! Es liegt das typische Zubehör (Pinzette, Schraubenzieher, Garnnetze, …) bei, dass ich schon von der Overlock kannte, aber zusätzlich auch noch ein Nadeleinfädler – JIPIEH! :-)

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Da ich Bedienungsanleitungen ja so lange ignoriere bis ein Problem auftritt (blöd, ich weiß), stellte ich die Elna erstmal auf den Tisch und schloss alle Kabel an. Da sie bereits eingefädelt mit Garn ausgeliefert wurde, nahm ich mir auch gleich eine Reststück Stoff und testete einfach drauf los. Und, was soll ich sagen? Begeisterung pur!!! Sie läuft total smooth (nennt man das so?) und leise und hat direkt eine wundeschöne Covernaht gezaubert! :-)

Euphorisch wollte ich mich dann natürlich an das erste richtige Nähstück machen und stellte mich deshalb meinem Respekts-Thema… dem Einfädeln. Inzwischen bin ich bei der Overlock total schnell und muss auch nicht mehr nachdenken, aber ich erinnere mich noch mit Horror an die erste Zeit und fluche trotzdem bis heute noch, wenn mal ein Faden reißt! ;-) Also klappte ich die Klappe für den Greifer auf und huch… das sieht ja mal aufgeräumt auf! Drei Ösen direkt hintereinander und der Greifer. Das sollte doch zu schaffen sein! :-) Und tatsächlich benötigte ich für das Einfädeln keine Anleitung, da alles selbsterklärend (mit Bild in der Klappe) ist. Das Einfädeln vom Greifer ist zudem noch extrem komfortabel, da dieser sich mit einem Zug lösen und nach hinten klappen lässt! Die Pinzette habe ich auf jeden Fall bisher noch nicht gebraucht!

Hier könnt ihr euch mein kleines Video zum Einfädeln anschauen

Neu eingefädelt mit meinem Garn nahm ich mir meinen Raglanpullover vor und begann die Schulternähte mit einem schönen Coverstich zu verzieren. Da man dafür von der linken Stoffseite nähen muss, damit man den dekorativen Greiferfaden auf der rechten Stoffseite sieht, sollte man sich ein wenig konzentrieren, um auch mittig die Naht zu treffen. An dieser Stelle möchte ich auch den Klarsichtfuß als MUST HAVE anpreisen – mit dem sieht man nämlich auch, wohin man näht! :-)

Tja… allerdings war nach dieser Naht die Euphorie auch schon futsch. Der Greiferfaden war total klein und wurschtelig und voller Fehlstiche. :-/

Also führte ich mir doch einmal die Bedienungsanleitung zu Gemüte und wuselte durch Foren und facebook-Gruppen… und „lernte“, was mir ja hätte klar sein müssen, dass man die Einstellungen  der Maschine auch dem Stoff anpassen muss. Nach dem Dreh an ein paar Rädchen (Nähfußdruck, Differential, Fadenspannung) und Probenähten auf dem zum Pullover passenden Reststück Stoff, machte ich mich weiter ans Werk und coverte den restlichen Pullover mit einer wunderschönen Covernaht ohne jegliche Fehlstiche.

Als nächstes kam dann das neue Bat-Shirt meine Tochter dran. Hier fehlte noch ein schöner, zum Shirt passender bunter Saumabschluss. Da ich keinen entsprechenden Kantenfuß habe, bügelte ich die Saumkante einfach händisch um und markierte mir von rechts mit Kreide die innere Saumkante (dieses Mal musste ich ja von links nähen, damit die Nadelfäden außen und die Covernaht innen zu sehen ist). Ich nahm mir natürlich wieder ein kleines bissel vom Stoff zum Üben, drehte ein paar Rädchen und fing dann erst mit dem eigentlichen Nähstück an, als ich die für mich perfekte Einstellung gefunden hatte (ca. 10 Minuten. Da ich gelesen hatte, dass man, wenn man direkt eine schöne Covernaht auf dem Nähstück haben möchte, man ein Reststück des Stoff vornedran legen und dann von diesem auf das Nähstück übercovern soll, habe ich das gemacht und es hat auf Anhieb geklappt und die Naht war von vorne bis hinten wunderschön!

Nachdem das alles so astrein funktioniert hatte, kam der Bandeinfasser (doppelt um – 42=12mm) an die Reihe… Der lässt sich ganz easy an das Gerät anbringen. Erst das Füßchen wechseln (das Standardfüßchen ist zu lang), dann die Grundplatte anschrauben und auf dieser den Bandeinfasser mittel der weißen Schrauben, die man per Hand „bedienen“ kann, anbringen.

Idealerweise baut man sich dann noch für das Band ein Abroller, damit sich nix verhaken kann (hier eine Overlockkone und ein Fineliner (funktioniert prima!).2016-05-12 19.25.08

Mit dem Bandeinfasser konnte ich mich leider nicht so schnell anfreunden, wie mit der Elna selbst. Theoretisch ist das ja eine schöne Sache! 40mm Band zuschneiden in den Bandeinfasser einfädeln und mit einmal runternähen wunderschöne Einfassungen haben. Leider klappte das nur selten, weil das Band unter dem Nähfuß, egal welcher Druck und wie Stichlänge und Differential eingestellt waren, herumwanderte oder kaum transportiert wurde. Nachdem weder ich noch die „Spezis“ aus dem Forum eine Lösung fanden, vereinbarte ich einen Termin mit Frau Weber von der Nähwelt Flach und fuhr mit meinem Maschinchen dort vorbei. Frau Weber nahm sich ganz viel Zeit für mich und wir fanden gemeinsam heraus, dass meine Elna irgendwie den kurzen Fuß des Bandeinfassers nicht mag. Durch Einsetzen des Klarsichtfußes (den man ja sowieso UNBEDINGT braucht), war das Problem schnell gelöst und ich glücklich. Zwei Babybodies wurden damit schon erfolgreich eingefasst. Ich muss mich nur nochmal mit der richtigen Fadenspannungs auseinandersetzen, weil mir die Greiferfadenseite trotz Bauschgarn noch etwas zu rau ist! Aber auch das wird bestimmt mit der Zeit! :-)

Meine Elna covert inzwischen problemlos über Jersey, verschieden dicken Sweat, Bündchen, Nahtkreuzungen, Overlocknähte… ohne irgendwie irgendwann zu mucken! :-)

Meine bisherigen Lieblings-Einstellungen sind übrigens folgende

  • Sweat: Nadeln 4-4-4, Greifer 3, Differential 1, tight (Hebel unten), Fußdruck 1,3
  • Jersey: Nadeln 4-4-4, Greifer 2, Differential 0,75, tight (Hebel unten), Fußdruck 1,3
  • Bandeinfassung mit Jersey: Nadeln (links und Mitte) 4-4, Greifer 1, Differential 1,5, tight (Hebel unten), Fußdruck 0,8.
  • Bandeinfassung mit Feinstrickbündchen: Nadeln (links und Mitte) 4-4, Greifer 1, Differential 1,75, tight (Hebel unten), Fußdruck 0,8.

 

Da ich – als Coverneuling – übrigens erst einmal damit kämpfte, dass ich meine Nähstücke nicht unter dem Füßchen rausbekam, hier eine kurze Anleitung, wie man das macht, als Video

Was übrigens auch noch erwähnenswert ist, ist, dass Elna 5 Jahre Garantie gibt… siehe: 5 Jahre Garantie – Ein Versprechen ohne „Wenn“ und „Aber“.

Abschließend muss ich auch noch mal den tollen Service der Nähwelt Flach loben! Zum einen wegen der unglaublich schnellen Lieferung, zum anderen wegen der schnellen Hilfe per Email und dann persönlich beim Termin! Frau Weber hat mir durch ihre Hilfe einige graue Haare erspart! :-)

Zusatzinfo: Ich habe die Elna übrigens zu einem etwas reduzierten Preis bei der Nähwelt Flach gekauft (ich habe sie nicht geschenkt bekommen!!!) und im Gegenzug für die Reduzierung erlaubt, dass mein Testbericht verlinkt werden darf! Voraussetzung von der Nähwelt Flach und auch meine eigene war, dass ich ehrlich berichte und nichts beschönige! Der Testbericht stellt deshalb ohne Einschränkung meine tatsächliche Meinung zu diesem Gerät dar!

Da ich mit meiner Overlock ja regelmäßig Streit habe, der Platz bei uns beschränkt ist (alle Geräte stehen immer auf dem Esstisch) und mir Covernähte einfach soooo gut gefallen, überlege ich jetzt allerdings schon, ob ich mir ein Kombigerät von Babylock anschaffen soll. Ich werde berichten! ;-)

Der neue Hop Tye von Hoppediz

Ich habe das unglaubliche Glück, dass ich den neuen Hop Tye testen darf, der seit kurzem im Handel erhältlich ist. Da ich schon ziemlich angetan vom alten Hop Tye war, war die Spannung natürlich groß. Zuerst vergleiche ich die erkennbaren Änderungen und teste dann aus, wie sich das auf den Tragekomfort auswirkt.
Insgesamt ist der Hop Tye etwas massiger geworden. Man hat auf jeden Fall mehr Stoff in der Hand, wenn man ihn zum Transport zusammenrollt. Was mir direkt positiv aufgefallen ist, ist, dass der Hüftgurt aus stabilerem Schaumstoff zu sein scheint, etwas kürzer gehalten und mittig nochmal mit einer Naht verstärkt ist ­ dadurch sollte das Problem gelöst sein, dass der Schaumstoff sich wie beim alten Hop Tye verdrückt und im Stoff verdreht. Außerdem sind die Schulterträger nun breiter geworden. Statt etwa 23 sind sie an der breitesten Stelle ca 30cm. Ich erhoffe mir, dass die Gewichtsverteilung dadurch noch mehr optimiert wurde ­ sehe es aber auch kritisch, dass die Armfreiheit eventuell weiter eingeschränkt werden könnte. Für Hausarbeit war der alte Hop Tye, wie alle Mei Tai Wrapconversions, nämlich nicht so wirklich zu nutzen, da man durch die Besonderheit der über Schulter und Oberarm verlaufenden Träger, die Arme nicht mehr wirklich nach oben strecken kann. Dafür ist die Gewichtsverteilung aber einfach besser als bei normalen Mei Tais, worüber sich der Rücken des Trägers bedankt! Man kann halt nicht alles haben… ;­)

Beim neuen Hop Tye sind zudem auf beiden Seiten der Träger Befestigungen für die Kapuze. Das soll laut Anleitung dafür gut sein, wenn man die Träger kippen möchte.

Weitere Neuerung des Hop Tyes sind, dass die Größenanpassung nun nicht mehr nur am Hüftgurt erfolgt, sondern es zusätzlich auf Pohöhe des Kindes zwei Bändel mit Kordelstopper gibt, die schräg angesetzt sind und so die Möglichkeit bieten, das Rückenteil so zu verkürzen, dass das Kind in perfekter Anhock­Spreiz­Haltung sitzt. Außerdem wurde die seitliche Raffung ­ehemals mit Gummiband gerafft ­ am Rückenteil ebenfalls durch Bändel mit Kordelstoppern ersetzt. Ich hoffe, dass die Beinchen des Kindes dennoch weiterhin so schön locker flockig nach oben gehalten werden, wie beim alten HopTye. Ich erinnere mich da noch an meinen Test eines Konkurrenzprodukts, dass Fio mit bösen Striemen versehen hat. ­

Hinzu gekommen ist auch noch ein Latz unten am Rückenteil. Ich kenne das von manchen anderen Mei Tais, aber mir hat sich anfangs nie ganz der Sinn ergeben. Seitdem Fio schwerer geworden ist, habe ich allerdings das Gefühl, dass, wenn man den Knoten auf diesen Latz setzt, der Sitz während des Tragens besser erhalten bleibt.

Auch die Befestigung des Kopfteils ist neu. Ich hoffe, dass diese etwas intuitiver zu „bedienen“ ist! Außerdem wird versprochen, dass man diese nun auch gerollt oder gerafft als Nackenstütze verwenden kann ­ ich bin gespannt! :­)

Tragetest
Beim Anlegen hatte ich mal wieder mit den extrem langen Trägern zu kämpfen ­ aber das bin ich ja schon gewohnt.* Der Tragekomfort ist wie gehabt genial. Das Gewicht wird durch die aufgefächerten Träger perfekt verteilt ­ aber die Armfreiheit (nur nach oben) wie erwartet eingeschränkt. Die Möglichkeit die Anhock­Spreiz­Haltung mit dem Bändel anzupassen gefällt mir ausgesprochen gut und es entstehen auch, anders als befürchtet, keine Striemen an den Babybeinchen! :­) Schlau ist, dass der Bändel lauter kleine eingenähte Knubbel hat… so verrutscht auch bei Druck nichts, weil der Kordelstopper nicht von alleine über die Knubbel rutschen kann.

Den neuen Hüftgurt finde ich wesentlich besser als den alten. Bisher ist noch nichts verknautscht oder verrutscht und er bleibt schön in Form. Und auch beim Latz habe ich beim Tragen wirklich das Gefühl, dass er den Sitz der Trage, bei meiner inzwischen doch recht schweren Tochter, verbessert! Da der Knoten auf diesem sitzt, kann die Trage nicht mehr so nach oben (und dadurch der Po nach unten) rutschen. Die Größenanpassung am Hüftgurt musste ich nicht wirklich nutzen, da Fio mit ihrem knappen Jahr schon recht lange Beine zu haben scheint. Aber an der Rückenteil­Verkürzung habe ich ein bissel rumgespielt und die funktioniert wirklich gut.

Eine kleine Enttäuschung gab es allerdings ­ die Befestigung des Kopfteils. Leider ist der Bändel am Kopfteil zu kurz und man könnte in nur unter enormen Zug an der vorgesehenen Schlaufe befestigen ­ was Fiona aber nicht mitgemacht hat, da dann ihr Kopf zu sehr an mich gedrückt wurde. Alleine hätte ich das aber sowieso nicht machen können, weil die Schlaufe sich nach dem Binden der Trage auf meinem Rücken befand, und somit unerreichbar für mich, war.

* Schlankeren Damen würde ich empfehlen, diese zu kürzen bzw kürzen zu lassen…­ das erleichtert das Binden enorm und man schleift sie draußen auch nicht ständig im Dreck. Aber bitte dabei bedenken, dass das Kind noch wächst und man dann, sowie für die Rückentragevariante, etwas mehr Trägerlänge braucht als anfangs! Ich benötige bei Kleidergröße 38 etwa 1,75m lange Träger.

Fazit
Trotz des kleinen Fehlers bei der Befestigung des Kopfteils bin ich absolut begeistert vom neuen Hop Tye – denn der Großteil der Neuerungen ist wirklich gut durchdacht und hilfreich! :­) Der Hop Tye wird deshalb sicherlich häufig zum Einsatz kommen und von mir einfach durch eine extra Schlaufe ergänzt (wozu hab ich schließlich eine Nähmaschine!), damit ich das Kopfteil auch nutzen kann!

Ich habe Hoppediz natürlich Rückmeldung zu meinem Test gegeben und die haben meine Anregung dankbar angenommen und kümmern sich derzeit um die Optimierung der Hop-Tye Conversion – besonders der Kopfteilbefestigung. Bald sollten also „perfekte“ Modelle erhältlich sein! :-)

Lasagne

2016-01-29 18.40.53Man benötigt für 4 Personen

Für die Bolognesesoße
400g Hackfleisch (ich nehme Rinderhackfleisch)
2 Dosen gehackte Tomaten
Wenn keine Kinder mitessen, 100-150ml Rotwein
1-2 Scheiben Schmelzkäse
4-5 Karotten
1 Stück Sellerieknolle (ca. 1/8 bis 1/4 der Knolle)
1 kleine Zwiebel
1 Stange Porree
Salz, Pfeffer und Kräuter nach Wahl (ich nehme mindestens Petersilie und Basilikum, möglich wären aber auch noch Thymian und Oregano)

Für die Bechamelsoße
30g Butter
4 gestrichene EL Mehl
ca. 1/2 l Milch
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zum Bestreuen
Geriebenen Käse und Parmesan

Und natürlich
Lasagne-Nudelplatten

Zubereitung
Für die Bolognesesoße das Gemüse waschen, klein schneiden und klein hacken (ich nehme dafür den Fissler). Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das klein gehackte Gemüse zusammen mit dem Hackfleich reingeben etwas Salz dazu und gut anbraten (häufig wenden, damit nix anbrennt). Wenn das Hackfleisch eine gute Farbe bekommen hat, (den Wein zufügen und verkochen lassen, dann…) die Dosentomaten und den Schmelzkäse zugeben, alles gut umrühren und aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken.

Den Backofen anschalten und auf 175 Grad vorheizen (Umluft etwas weniger ~ 150 Grad)

Für die Bechamelsoße in einem Topf die Butter schmelzen. Wenn die Butter geschmolzen ist, den Topf vom Herd nehmen und unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen langsam das Mehl einrühren. Wenn das Mehl komplett eingerührt ist, genau so mit der Milch verfahren – gaaanz langsam einrühren, damit keine Klumpen entstehen. Den Topf dann wieder auf den Herd stellen und unter ständigem Rühren die Bechamelsoße aufkochen lassen. Dann mit den Gewürzen abschmecken. Sollte sie zu dick werden, nochmals etwas Milch zufügen.

In eine Auflaufform eine Schicht Hackfleischsoße und darüber eine Schicht Bechamelsoße geben, Dann die Nudelplatten darauf legen. Dann wieder eine Schicht Hackfleisch und Bechamelsoße und darüber wieder Lasagneplatten usw. bis die Auflaufform voll ist. Achtung: die Soßenschicht nicht zu dünn machen! Die Lasagneplatten brauchen die Feuchtigkeit zum weich werden. Den Abschluss macht eine Schicht Bechamelsoße. Darüber dann ordentlich geriebenen Käse (ich nehme Gouda) und geriebenen Parmesan (ich weiß, das ist auch Käse ;-)) streuen.

Die Auflaufform in den Backofen stellen und ca. 30 Minuten überbacken lassen. Dann, wenn der Käse schon gut gebräunt ist, mit etwas Alufolie abdecken und nochmals etwa 15-20 Minuten backen lassen. Zum Schluss mit einem Spieß reinstechen und so überprüfen, ob alle Nudelplatten weich sind. Wenn das der Fall ist, rausholen, mindestens zehn Minuten abkühlen lassen (mit verbranntem Mund schmeckts nur halb so gut) und auftischen! :-)

Testphase: Schnittmuser Matschstiefel

Bis zu 20 aus diesem Schnittmuster entstandene Werke dürfen unter Nennung der Urheberin verkauft werden – verschenken ist natürlich unendlich gestattet! :-) Die weitere gewerbliche Nutzung des Schnittmusters ist untersagt!

Da ich auf der Suche nach einem Freebook oder zumindest Ebook für schicke Matschüberzieher nicht fündig geworden bin, habe ich mich selbst ans Werk gemacht und ein Schnittmuster für weiche Softshell-Matschstiefelchen in der Größe 18-20 entworfen, die auch über Krabbelschühchen drüber passen. Für mich war das Schnittmuster fast perfekt und die Schuhe passen meiner Tochter hervorragend! Ich habe allerdings im Nachhinein noch eine Änderungen am Schaft vorgenommen (nicht mehr gerade sondern leicht gebogen), da ich beim Nähen nachbessern musste… diese Änderungen habe ich selbst noch nicht getestet. Das Schnittmuster findet ihr unten als pdf-Download und hier kommt die (mehr schlecht als rechte ;-)) Anleitung – ein Freebook mit Bebilderung folgt eventuell irgendwann.

Man benötigt
ein bissel Softshell (ca. 20cm)
40cm Gummiband 1cm breit

Zusatzinfos
Aufs Versäubern kann man verzichten, da Softshell nicht ausfranst. Bitte aber alle Nahtzugaben immer direkt nach dem Nähen einer Naht etwas zurückschneiden – das kann man zwar notfalls auch am Ende machen, aber dann wird es nicht mehr so sauber)
Bei Kindern mit langen Beinen kann es sinnvoll sein den Schaft etwas zu verlängern – die Verlängerung bitte nach oben machen, da unten die Maße zum Annähen stimmen müssen.

Anleitung
1. Alle Teile zuzüglich Nahtzugabe (ich nehme 0,7cm) ausschneiden. ACHTUNG Der Schaft und das Seitenteil werden im Stoffbruch zugeschnitten. Die Mitten sowie den Stoffbruch (ebenfalls eine Mitte) markieren.
2. 2×16-18cm Gummi (abhängig von Stärke des Gummis und Dicke der Kinderbeine) zuschneiden
3. Die vordere Mittelmarkierung der Kappe rechts auf rechts auf die vordere Mitte des Seitenteils legen und feststecken. Die Spitzen der Kappe an die Spitzen der Seite feststecken
4. Die Kappe an das Seitenteil nähen.
5. Die hintere Kante des Seitenteils rechts auf rechts aufeinander legen und festnähen (das Seitenteil wird dadurch zum Ring).
6. Die Sohle an die Unterseite des Seitenteils rechts auf rechts feststecken und festnähen.
7. Erst das eine Gummiende auf die linke Seite des Schafts oben nähen, dann das andere Gummiende auf die gegenüberliegende Seite. Dann den Stoff so dehnen, dass er keine Falten mehr schlägt und das Gummi mit einfachem Geradestich auf der Ober und Unterseite festnähen.
8. Die Seite des Schafts zusammennähen.
9. Den Schuh auf rechts drehen und in den auf links gedrehten Schaft stecken.
10. die Schuhöffnung an den Schaft stecken (Mittelmarkierungen und Nähte sollen aufeinander treffen) und festnähen.
FERTIG – auf die gleiche Weise den zweiten Schuh nähen

Zusatzinfo
Wenn die Schuhe rutschen sollte, kann man einen Softshellstreifen oder ein Gummi  mit Druckknöpfen an den Enden unten am Schaft mit einer einfachen mittigen Naht hinten am Schuh befestigen. Damit kann man den Schuh dann auch noch unten fixieren.

Achtung :-)
Ich würde mich sehr über Bilder eurer Werke freuen und noch mehr, wenn vielleicht jemand den Entstehungsprozess fotografieren und mir die Fotos zukommen lassen könnte, so dass ich die Bilder fürs Freebook nutzen kann.

Download Schnittmuster
Schnittmuster-Matschstiefel 18-20
Schnittmuster Matschstiefel 20-23 Stiefelschaft 20-23

 

Schnabelinas Regenbogenbody

Wie bereits beim Trotzkopf erwähnt, traue ich mich inzwischen auch, die Bodies für meine Maus zu nähen. Mit Schnabelinas Schnittmuster und der Anleitung ist das wirklich total einfach und meines Erachtens auch für Anfänger geeignet. Zum Nähen der verschiedenen Bodyvarianten gibt es auf ihrer Webseite sogar Videos (die ich ehrlich gesagt aber nicht geschaut habe ;-)) – die alle Unklarheiten beseitigen sollten.

Schnittmuster, Anleitung und Videos findet ihr hier!

Einen Body habe ich komplett nach Schnabelinas Anleitung gemacht, bei den restlichen habe ich dann aber immer ein bissel was geändert, sodass sie für mich perfekt sind. Ich mag z.B. ganz gerne Knopfleisten an beiden Schultern und nehme dafür einfach die Vorlage mit Rundhals, verlängere die „Träger“ etwas und schlage das Jersey einfach um – so kann ich an den Stellen auf eine Verlängerung durch Bündchen verzichten. Und statt Bündchen greife ich auch oft auf eine Schnittversäuberung zurück, weil die mir ein bissel besser gefällt. Nötig sind diese Änderungen aber nicht, weil die Bodies auch nach Ebook genäht super schön werden.

Wer nun gerne loslegen möchte, sich aber bei der Größe unsicher ist, dem hilft vielleicht folgendes weiter:

Der Body fällt größengerecht aus (anders als z.B. bei Ottobre, bei denen die Schnitte immer eine Größe größer ausfallen). Ein in Größe 74 genähter Body entspricht in etwa einen 74er H&M Basic Body.