Katzenernährung

Dosen- oder Trockenfutter?
Grundsätzlich sollte man sich bei einer normalen gesunden Katze für Dosenfutter (oder Barf) entscheiden. Die Gründe sind folgende.

1. In Trockenfutter ist zu wenig Feuchtigkeit enthalten. Eine Katze trinkt bei TroFu-Fütterung zwar automatisch mehr, aber noch nicht genug, um den fehlenden Wasserbedarf auszugleichen. Die Katze stammt nunmal von einem Wüstentier ab, welches Flüssigkeit nahezu nur über die Nahrung aufnimmt.

2. Die meisten Trockenfutter sind mit einem großen Teil Getreide gestreckt. Da Katzen aber reine Fleischfresser sind, ist ihr Verdauungsapparat nicht darauf ausgelegt dieses zu verwerten.

Die Nieren werden deshalb durch TroFu-Fütterung übermäßig strapaziert und können Schaden nehmen. Dosenfutter ist Trockenfutter also vorzuziehen.

Dass viele Katzen Trockenfutter gerne mögen liegt übrigens wohl daran, dass hier Geschmacksverstärker eingesetzt werden. Eine Katze weiß leider genauso wenig instinktiv was das Richtige für sie ist, wie ein Mensch! ^^

Ab und zu wird aber auch bei mir mal Trockenfutter gefüttert – z.B. als Leckerli oder um eine Zeit der Abwesenheit zu überbrücken. Ich mach mir schließlich auch mal ein Fertiggericht – man muss ja nicht päpstlicher sein als der Papst! ;-)

Qualitätsunterschiede bei Dosenfutter
Nicht jedes Dosenfutter, egal wie bekannt durch die Werbung, ist gut.  Hochwertiges Futter zeichnet sich, da Katzen Fleischfresser sind, durch einen sehr hohen Fleischanteil (mindestens 70%) und den Verzicht auf Getreide aus. Auf Dosen im Einzelhandel findet man aber verwirrenderweise meist die Deklaration „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“. Ist das nicht das gleiche? NEIN! Tierische Nebenerzeugnisse können nämlich eine Menge (Krallen, Federn, Euter,…) bedeuten und enthalten häufig Dinge, die eine Katze nicht verwerten kann. Steht auf einer Dose so z.B. „60% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ ohne Zusatzinformation, kann man nur schätzen, wie viel Prozent Fleisch tatsächlich enthalten sind – Finger weg also von solchem Futter. Und was ist mit Getreide? …das hat sowieso nichts in Katzenfutter zu suchen und wenn dann nur in so geringem Maße, wie es auch im Magen einer Maus vorzufinden wäre. Der Darm von reinen Fleischfressern ist einfach zu kurz, um Getreide verwerten zu können. Das Ergebnis vo getreidehaltigem oder anderweitig gestrecktem (tierische Nebenerzeugnisse^^) Futter sind stinkende Katzenklos und „verfressene“ Katzen. Dafür muss man sich eigentlich nur einmal die Fütterungsempfehlung auf den Dosen anschauen. Die reichen für eine 5kg Katze von 200g Futter / Tag bei hochwertigem bis zu 400g Futter / Tag bei minderwertigem Futter. Da merkt man dann auf einmal, dass der Preisunterschied gar nicht so hoch ist, wenn die Katze so viel weniger Futter benötigt. Und der positive Nebeneffekt ist, dass eine gut ernährte Katze mit Sicherheit auch eine gesündere Katze ist.

Derzeit füttere ich folgende Katzenfuttersorten: Bioforpets, Cosma (kein Alleinfuttermittel), Auenland, Feringa, Granatapet, Catz finefood.

Und was gibt es noch?
Eine weitere und die sicher artgerechtetste Art seine Katze zu füttern ist das Barfen. Barfen ist die Rohfleischfütterung. Da das Fleisch, welches man im Einzelhandel bekommt, aber nicht all das enthält was das natürliche Beutetier der Katze (die Maus) ihr bietet, muss man hier einiges zufügen, um Mangelernährung zu verhindern. Da ich in diesem Thema selbst noch Neuling  bin, barfe ich mein Stubentiger nur zu 30 bis 50 % und mache es mir mit dem Komplett-Supplement (nennt sich das so? :-)) Felini Complete sehr einfach. Ich muss lediglich normales Fleisch (Schwein nicht roh! Keine Leber und keine Knochen) in kleine Stücke schneiden und mit Wasser und Felini Complete anrühren. Bei mageren Fleisch muss dann noch ungewürztes Schmalz dazu. FERTIG! Um das Ganze noch stressfreier zu gestalten bereite ich das Fleisch immer für ein bis zwei Wochen vor und friere es portioniert ein. Dann muss ich nur jeden Tag ein Döschen aus dem Eisfach holen und auftauen. Auch wenn auf den meisten Fertigsupplementen steht, dass man sie nicht einfrieren soll, ist das laut Forums-Experten-Meinungen (z.B. bei dubarfst) unbedenklich. Nur kochen oder in der Mikrowelle erwärmen soll man Supplemente nicht.

23.04.14 Update: Inzwischen wird bei uns zu 80% gebarft. Ich mixe zwischen Barf-Portionen mit Fertigsuppis (Felini Complete o. easy Barf) und natürlich supplementierten Portionen. Mit dem duBarfst-Kalkulator ist das ganz einfach und seitdem ich das Seealgenmehl durch meine Jod-Tabletten ersetzt habe, mögen meine Katzen es auch sehr gern! ;-)

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